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Was kostet ein Steuerberater für Kleinunternehmer?

15. Februar 2026 · 10 Min. Lesezeit

Steuerberater Kosten für Kleinunternehmer

Ein Steuerberater kann Ihnen als Kleinunternehmer Zeit, Nerven und sogar Geld sparen. Aber was kostet der Spaß eigentlich? Und lohnt sich das für Sie?

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die typischen Kosten, wie Steuerberater ihre Gebühren berechnen, wann ein Steuerberater sinnvoll ist – und wie Sie mit Lexware Office erheblich sparen können.

Typische Kosten: Ein Überblick

Die Kosten hängen von drei Faktoren ab:

  1. Ihrem Umsatz (Gegenstandswert für die StBVV)
  2. Dem Leistungsumfang (nur Steuererklärung oder volle Buchführung)
  3. Dem gewählten Gebührensatz (Mindest- bis Höchstgebühr)

Kostenübersicht nach Jahresumsatz

Jahresumsatz Nur Steuererklärung + Buchführung
Bis 17.500 € 400 – 700 € 800 – 1.500 €
17.500 – 25.000 € 500 – 900 € 1.000 – 1.800 €
25.000 – 50.000 € 700 – 1.200 € 1.500 – 2.500 €
50.000 – 100.000 € 1.000 – 1.800 € 2.000 – 4.000 €

Hinweis: Die Preise sind Richtwerte und können je nach Region und Kanzlei variieren.

💡 Pro-Tipp

Die Steuerberaterkosten sind voll absetzbar – sie reduzieren direkt Ihren steuerpflichtigen Gewinn. Wenn Sie 1.000 € für den Steuerberater zahlen und einen Grenzsteuersatz von 30 % haben, sparen Sie effektiv 300 € Steuern. Die Nettokosten liegen also bei nur 700 €.

Wie berechnet ein Steuerberater die Gebühren?

Die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV)

Die meisten Gebühren richten sich nach der StBVV. Diese legt für jede Leistung eine Gebührentabelle mit Mindest- und Höchstgebühren fest.

Beispiel: Einkommensteuererklärung (§ 24 StBVV)

  • Gegenstandswert: Ihr Jahreseinkommen
  • Gebührenrahmen: 1/10 bis 6/10 der vollen Gebühr
  • Mittelgebühr: 3,5/10

Bei einem Jahreseinkommen von 30.000 € sieht das konkret so aus:

  • Volle Gebühr (Tabelle A): ca. 796 €
  • Mindestgebühr (1/10): ca. 80 €
  • Mittelgebühr (3,5/10): ca. 279 €
  • Höchstgebühr (6/10): ca. 478 €

Einzelne Leistungen und ihre Kosten

  • Einkommensteuererklärung: 200 – 800 € (je nach Einkommen)
  • Anlage EÜR: 100 – 400 €
  • Umsatzsteuererklärung: 150 – 500 €
  • Umsatzsteuervoranmeldung (monatlich): 30 – 80 € pro Meldung
  • Gewerbesteuererklärung: 100 – 300 €
  • Laufende Buchführung (monatlich): 80 – 300 €

Pauschalangebote

Viele Steuerberater bieten Pauschalpakete an – besonders für Kleinunternehmer mit überschaubarem Aufwand. Typisch:

  • Basispaket (nur Steuererklärung): 500 – 800 €/Jahr
  • Komfortpaket (Steuererklärung + Buchführung): 1.200 – 2.000 €/Jahr
  • Premiumpaket (alles inkl. Beratung): 2.000 – 3.500 €/Jahr

Wann lohnt sich ein Steuerberater?

✅ Ein Steuerberater lohnt sich bei:

  • Mehreren Einkunftsarten (z. B. Gewerbe + Vermietung + Anstellung)
  • Komplexen Sachverhalten (z. B. Reverse Charge, internationale Kunden)
  • Erster Steuererklärung als Selbstständiger
  • Betriebsprüfung durch das Finanzamt
  • Steuergestaltung (Rechtsformwahl, Investitionsplanung)
  • Wenig Zeit oder Lust für Buchhaltung

❌ Eher nicht nötig bei:

  • Einfachem Geschäftsmodell (wenige Rechnungen pro Monat)
  • Nur einer Einkunftsart
  • Nutzung der Kleinunternehmerregelung (keine USt)
  • Guter Buchhaltungssoftware wie Lexware Office

💡 Pro-Tipp

Der beste Kompromiss für viele Kleinunternehmer: Die laufende Buchhaltung selbst mit Lexware Office machen und nur die Jahressteuererklärung vom Steuerberater erledigen lassen. Das spart leicht 50–70 % der Kosten, weil der teuerste Posten – die monatliche Buchführung – wegfällt.

Alternative: Buchhaltung selbst machen mit Lexware Office

Wenn Sie sich die Steuerberaterkosten (teilweise) sparen möchten, ist Lexware Office eine hervorragende Lösung:

  • Kosten: ab 7,90 €/Monat (ca. 95 €/Jahr vs. 500–2.000 € Steuerberater)
  • Rechnungen erstellen – auch E-Rechnungen
  • Belege per App scannen und automatisch zuordnen
  • EÜR automatisch aus Ihren Buchungen erstellen
  • UStVA direkt an ELSTER senden
  • Bankanbindung für automatischen Kontenabgleich
  • DATEV-Export für die Zusammenarbeit mit Steuerberater

Mehr darüber, wie Sie die Buchhaltung als Selbstständiger optimal aufsetzen, erfahren Sie auf unserer Seite für Selbstständige.

7 Spartipps für Steuerberaterkosten

  1. Buchführung selbst machen – mit Lexware Office die laufende Buchhaltung erledigen
  2. Belege ordentlich sortieren – jede Rückfrage kostet den Steuerberater Zeit (und Sie Geld)
  3. Pauschale verhandeln – fragen Sie nach einem Jahrespauschalpreis
  4. Gebührenrahmen kennen – vergleichen Sie die Rechnung mit der StBVV
  5. DATEV-Export nutzen – digitale Daten statt Papierstapel sparen dem Steuerberater Arbeit
  6. Fristen einhalten – Verspätungszuschläge sind teurer als jeder Steuerberater
  7. Kosten absetzen – Steuerberater-Honorar ist voll abzugsfähige Betriebsausgabe

💡 Pro-Tipp

Fragen Sie Ihren Steuerberater nach einem „Nur-Steuererklärung"-Paket. Manche Kanzleien bieten für Kleinunternehmer, die ihre Buchhaltung in Lexware Office selbst führen, vergünstigte Pakete ab 300 € pro Jahr an.

Fazit: Was ist der richtige Weg für Sie?

Die Entscheidung hängt von Ihrem Geschäftsmodell, Ihrem Budget und Ihrer Bereitschaft ab, sich mit dem Thema zu beschäftigen:

  • Budget < 500 €/Jahr: Buchhaltung komplett selbst machen mit Lexware Office
  • Budget 500–1.000 €: Selbst buchen + Steuererklärung vom Steuerberater
  • Budget > 1.000 €: Full-Service vom Steuerberater

Alle wichtigen Steuertermine für Selbstständige 2026 finden Sie in unserem separaten Kalender. Und für weitere Tipps lesen Sie unsere 20 besten Steuertipps.

Steuerberater-Kosten nach StBVV

Steuerberater rechnen nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) ab. Die Gebühren richten sich nach dem Gegenstandswert (Umsatz/Gewinn) und einem Faktor innerhalb der gesetzlichen Bandbreite:

Leistung Typische Kosten (Kleinunternehmer)
Einkommensteuererklärung300–800 €
EÜR-Erstellung200–500 €
UStVA (pro Quartal)50–150 €
Umsatzsteuererklärung150–400 €
Laufende Buchführung (monatlich)80–250 €/Monat

💡 Pro-Tipp

Die Kosten für den Steuerberater sind vollständig als Betriebsausgabe absetzbar. Bei einem Steuersatz von 30 % zahlen Sie also effektiv nur 70 % der Gebühren. Und: Die Abgabefrist für Ihre Steuererklärung verlängert sich bis Ende Februar des übernächsten Jahres.

Selber machen vs. Steuerberater: ab wann lohnt es sich?

Die Entscheidung hängt von Ihrer Situation ab:

  • Selber machen lohnt sich: Einfache Geschäftsmodelle, wenige Belege, Kleinunternehmer ohne USt, Freude an Zahlen
  • Steuerberater lohnt sich: Komplexes Geschäftsmodell, viele Belege, keine Lust auf Buchhaltung, grenzüberschreitende Geschäfte, Angestellte
  • Hybrid-Modell: Laufende Buchhaltung selbst (mit Lexware Office), Jahresabschluss und Steuererklärung vom Steuerberater – das spart 30–50 % der Kosten

Fazit: Die richtige Balance finden

Für die meisten Kleinunternehmer empfehlen wir das Hybrid-Modell: Führen Sie Ihre laufende Buchhaltung selbst in Lexware Office und lassen Sie den Jahresabschluss vom Steuerberater machen. So behalten Sie die Kontrolle, sparen Kosten und haben bei steuerlichen Fragen einen Profi zur Seite.

So finden Sie den richtigen Steuerberater

  1. Spezialisierung prüfen: Suchen Sie einen Berater mit Erfahrung in Ihrer Branche (Freiberufler, E-Commerce, IT etc.)
  2. Digitale Kompetenz: Der Berater sollte mit Cloud-Software wie Lexware Office arbeiten – nicht nur mit DATEV on-premise
  3. Erreichbarkeit: Klären Sie vorab: Wie schnell reagiert der Berater auf Fragen? Gibt es Online-Termine?
  4. Transparente Kalkulation: Lassen Sie sich vorab ein Festpreis-Angebot oder eine Gebührenübersicht geben
  5. Proaktive Beratung: Ein guter Steuerberater kommt mit Optimierungsvorschlägen auf Sie zu – nicht nur auf Nachfrage

Typische Zusammenarbeit mit dem Steuerberater

Im Hybrid-Modell sieht die Zusammenarbeit so aus:

  • Sie: Laufende Buchführung in Lexware Office (Belege scannen, Bankabgleich, Kategorisierung)
  • Steuerberater: Quartalsweise Prüfung der Buchungen, Jahresabschluss, Steuererklärungen, steuerliche Beratung
  • Datenaustausch: Per DATEV-Export aus Lexware Office direkt in die Kanzlei-Software
  • Kommunikation: 2–4 Gespräche pro Jahr (Quartalsreview + steuerliche Planung)

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